Alt. Kemmler. Kowalski - Rechtsanwälte Fulda

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„Unsere Wirtschaft ist im Umbruch, wir brauchen neue Geschäftsmodelle“, leitete Unternehmensberaterin Tanja Ebbing die Informationsrunde, zu der sich die Rechtsanwälte Gerald Alt, Mark-Steffen Kemmler und Stefan Kowalski (Kanzlei im Münsterfeld) sowie die IT-Experten Simon Weber, Geschäftsführer von Bytewerk, und Thomas Jöckel aus der Geschäftsführung von Toolstage Software Enginieering versammelt hatten, ein. Zunächst ging es um die neue Website von Blitzgewitter. „Der erste Fehler wird meist schon bei der Strukturierung gemacht“, riet Jöckel, sich von Beginn an mit einem Experten zusammenzusetzen, dies lohne sich auch deshalb, weil spätestens bei den Themen Impressum und Datenschutzerklärung Fehlerquellen lauern, die im Nachhinein viel Geld kosten können. Beim Thema Datenschutz stieg dann auch gleich Kemmler ein: „Daten sind das Herzstück eines jeden Unternehmens.“ Deshalb schreibt der Gesetzgeber für Unternehmen ab zehn Mitarbeitern einen Datenschutzbeauftragten vor, dies kann auch eine externe Person sein. „Aber achten Sie bei der Wahl auf die Qualifikation, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt“, mahnte Kemmler.

Zur Erweiterung seines Betriebs strebt Unternehmer Blitzgewitter eine Personalerhöhung an und er möchte die Leistung seiner Vertriebsmitarbeiter verbessern, dabei widmet er sich den Themen Homeoffice und Datenspeicherung. „Auf das Arbeiten im Homeoffice kann keiner bestehen. Es muss immer auf gegenseitigem Einverständnis beruhen und es müssen klare Regelungen getroffen werden“, sagte Kowalski. Es fange bei der Arbeitszeit an, gehe aber auch um Datenschutz, die private PC-Nutzung, die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes und die Ruhezeiten. Weber zeigte die Möglichkeiten der Datenspeicherung auf. „Grundsätzlich sollte man als Unternehmer darauf achten, dass Daten zentral auf einem Server oder in einer Cloud gespeichert werden.“ So sei durch den Anbieter die regelmäßige Datensicherung gewährleistet und es könne immer alles gefunden werden. „Man sollte darauf achten, dass das Rechenzentrum auf jeden Fall in Deutschland steht und eine entsprechende Sicherheitsstufe hat“, gab Weber noch einen Tipp. Zum Schluss ging es noch um die Bezahlung. Alt klärte über die zahlreichen Stolperfallen in Sachen Mindestlohn auf. Angefangen mit den Problemen, die aus Ausnahmen entstehen können – beispielsweise eine Verlängerung eines Praktikums, für das ursprünglich kein Mindestlohn gezahlt werden musste – über die Regeln, die bei der Beschäftigung von Subunternehmen gelten bis zur Dokumentationspflicht bei der Arbeitszeiterfassung. „Ich kann nur jedem empfehlen, seine Arbeitsverträge und sein Dokumentationssystem zu überprüfen“, schloss Alt. Im Anschluss standen die Experten den Teilnehmern bei einem kleinen Imbiss noch für individuelle Fragen zur Verfügung. Einen caritativen Aspekt hatte der Unternehmerabend auch: Die Teilnehmerbeiträge spendete das „Kompetenzteam Fulda“ an das Hünfelder Kinder- und Jugendhospiz „Kleine Helden“, deren Vorsitzende Simone Filip sich dafür bedankte und die Vereinsarbeit kurz

Quelle: Osthessen Zeitung